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Korbschweißmaschine mit variabler Spreizung R–O–R

Bei der Herstellung von runden Betonteilen (z.B. Abwasserrohrsystemen) werden Stahlbewehrungen bei der Rohrherstellung in die Form eingebracht. Beton ist bekanntermaßen sehr druckfest aber keinesfalls zug- oder biegefest. In einem Betonrohr ergeben sich, je nach Einbauzustand somit verschiedene Spannungsbereiche, die unterschiedlich unterstützt werden müssen.
Da es bisher wirtschaftlich nicht möglich war, Bewehrungskörbe mit veränderten Geometrieformen (z.B. Rund-Oval-Rund) herzustellen, haben die Betonteilehersteller in diesem Fall zwei runde Körbe mit verschiedenen Durchmessern eingesetzt, um mit einem Bewehrungskorb die Zugspannungen in einem bestimmten Bereich des Rohres abzufangen und mit dem zweiten Korb, die in der Regel um 90° versetzten Spannungen eines anderen Bereiches aufzunehmen. Daraus ergeben sich natürlich ungleich höhere Kosten und Massen für die jeweiligen Produkte. Dies hat nicht nur Einfluss auf die Bauteilzeiten und –kosten, sondern manifestiert sich auch maßgeblich im weiteren Handlingsaufwand.

Mit unserer neuen Korbschweißmaschine ist es möglich, Körbe mit variabler ineinanderfließender Geometrie herzustellen. Die Bewehrungskörbe werden im Produktionsprozess fließend von einer Form in eine weitere Form gebracht und wieder zurückgeführt, beispielsweise rund-oval-rund. Somit werden die Zugspannungen, welche um 90° versetzt in verschiedenen Durchmesserbereichen liegen, nur noch von einem Bewehrungskorb aufgenommen.
Erreicht wird dies durch die Neuentwicklung eines Spreizsystems, bei dem die lineare Bewegung eines Spreizantriebes in verschiedene lineare Bewegungen der einzelnen, je einen Längsdraht haltenden Schieber aufgeteilt wird. Eine besondere Herausforderung liegt nun auch noch in der hydraulischen Steuerung zweier, sich teils im Gleichlauf, teils im geregelten Gegenlauf befindender Hydraulikantriebe.

Natürlich sind ovale Bewehrungen bereits bekannt und Stand der Technik, jedoch haben Rohre die ovale Bewehrungen als zentrale Elemente in sich tragen, keine Unterstützung in den Verbindungselementen der Rohre (Muffe und Glocke). Diese Verbindungselemente müssen aus Dichtigkeitsgründen rund sein und somit sind runde Bewehrungen an den Enden der Rohre ein unerlässliches Detail für ein stabiles, dauerfestes und dichtes Betonrohr.

Derzeit gibt es weltweit keine bekannte Maschine, die Bewehrungskörbe mit variabler Geometrie wirtschaftlich herstellen kann. Für das von uns entwickelte, revolutionäre System ist auf deutscher und internationaler Ebene ein Patent angemeldet.

 Gleich von Beginn an standen Maschinen dieses Typs im Mittelpunkt des Kunden-interesses, welches mit deren zunehmender Verbreitung und der Möglichkeit, nicht nur von theoretischen sondern vielmehr auch realen Vorteilen zu berichten, stetig stieg. Zahlreiche Kunden nutzen aktuell die Möglichkeit, sich diese Maschinen in Ihrer Nähe anzuschauen und sich selbst ein Bild von der Qualität der Bewehrungen und den möglichen Einsparungen in Ihrer Produktion zu machen.

Mehrwert des Rohr- Produktes:

  • Industriell gefertigter R-O-R Korb
  • Durchgehende Bewehrung von Muffe bis Glocke
  • Hohe Schweißqualität bei optimierten Produkttoleranzen
  • Individuelle Anpassung des Korbes an das jeweilige Rohr- Produkt
  • Geringeres Produktgewicht
  • Kostenreduktion des Betonrohres aufgrund geringerer Bewehrungskosten
  • Geringere Handlingskosten
  • Erhöhung der Produktionsrate
  • Bessere Betonfüllbarkeit des Rohres

Mehrwert in der Korbproduktion:

  • Zeitersparnis durch Reduzierung der Anzahl von Bewehrungskörben (50%)
  • Zeitersparnis durch das nicht mehr nötige Zusammenfügen des Doppelkorbes
  • Materialersparnis, da nur noch ein Korb verwendet wird (ca. 45%)
  • Materialersparnis, da die beiden Körbe eines Doppelkorbes nicht mehr verbunden werden müssen
  • Einsparung von Verschleißteilen, da nur noch ein Korb produziert werden muss
  • Reduzierung des Aufwands im Korbhandling

Mehrwert für Umwelt:

  • Schonung von Stahl- Ressourcen, da nur noch ein Korb produziert wird (45%)
  • Einsparung von Energie, da weniger Stahl und weniger Energie zum Schweißen benötigt wird
  • Mögliche Reduzierung des Verkehrsaufkommens, da ggf. mehr Rohre bei einem Transport geladen werden können

2018-04-04T11:06:38+00:00